Historie

Geschichte des Koblenzer KKV

15. Juli 1865
Der Superior der Koblenzer Jesuiten-Niederlassung nahm 24 junge Kaufleute in die neue Marianische Kongregation auf. Dieser Tag ist die Geburtsstunde des KKV-Koblenz. Es wurden ausschließlich unverheiratete Kaufleute als Mitglieder aufgenommen. Den Anstoß zur Gründung einer “Marianischen Congregation für junge Kaufleute”, so hieß sie lange Jahre, gab der Ende 1924 im Alter von 81 Jahren verstorbene Kaufmann J.G. Clemens Wenzeslaus Hoffmann, ein gebürtiger Koblenzer.

Im Mai 1873 fand erstmalig die Wallfahrt nach Bornhofen statt. Seit dieser Zeit gehen die Koblenzer KKVer am ersten Sonntag im Mai zur Gnadenstätte der Verbandspatronin.

1892 erfolgte eine Namensänderung in “Marianische Kongregation für Kaufleute”, es waren ab dann auch Verheiratete als vollwertige Mitglieder zugelassen.

8.-10.09.1877 fand in Mainz ein Kongress der katholischen kaufmännischen Kongregationen statt, an dem auch die katholischen kaufmännischen Vereine teilnahmen. Die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses wurde erkannt. Der Mainzer Kaplan Dr. Elz wurde mit der Ausarbeitung von Statuten beauftragt. Ein Zusammenschluss wurde beschlossen, um sich in Zeiten des Kulturkampfes verstärkt Gehör zu verschaffen.

1878 wurden auf dem nächsten Verbandstag in Koblenz die Statuten angenommen. Der neue Verband erhielt den Namen “Verband der katholischen kaufmännischen Kongregationen und Vereine Deutschlands”. Später wurde der Name geändert in “Verband katholisch kaufmännischer Vereine Deutschlands”.

1878/79 hatte Koblenz die Leitung des Verbandes, da nach dem damaligen Brauch der jeweilige Verein, der die Jahreshauptversammlung ausrichtete, Verbandsort für das kommende Jahr war.

1879
Ein Ziel des Vereins war die berufliche Weiterbildung der jungen Kaufleute. Es fand ein Kurs in Englisch und Französisch statt.

1880 hatte der Verein ca. 60 Mitglieder

1882 wurde der erste Maskenball veranstaltet, weiterhin wurden Winter- und Sommerfeste gefeiert.

1885 fanden Kurse in Buchführung, Französisch und Gabelsberger Stenographie statt.

1886 gründete der KKV auf Verbandsebene eine Krankenkasse, der später die Familienversicherung und die Sterbekasse angegliedert wurden.

1900 wurde der Rhein-Mosel-Gau gegründet, der später zum Rhein-Mosel-Saar-Gau erweitert und 1935 zum Diözesanverband Trier wurde.

9. Nov. 1901 beschloss die Generalversammlung die Neugründung eines weltlichen Vereins mit dem Namen “Verein katholischer Kaufleute Koblenz” unter Beibehaltung der Kongregation. Der neue Vorstand wurde vom Vorsitzenden J.G. Hoffmann geleitet.

1912 fand die Generalversammlung des Gesamtverbandes in Koblenz statt.

1913 Der Verein hatte 298 Mitglieder.

1917 wurde in Koblenz eine weitere Hauptversammlung durchgeführt, anschließend fuhren die Teilnehmer mit dem Schiff zum Gnadenbild der Gottesmutter nach Bornhofen.

Im Jahr 1919 waren sechs Stadtverordnete Mitglied im KKV Koblenz.

Am 10. und 11. Oktober 1925 feierte der Koblenzer Verein in großen Rahmen sein 60-jähriges Bestehen. Bischof Bornewasser zelebrierte in St. Kastor ein feierliches Pontifikalamt und in der städtischen Festhalle fand der Festakt statt, an dem als Repräsentanten aus Kirche und Gesellschaft der Generalvikar des Bistums Trier, der Oberpräsident der preußischen Rheinprovinz, der Regierungspräsident, der Oberbürgermeister, der Landrat und Beigeordnete der Stadt Koblenz teilnahmen.

1. Sept. 1947
Peter Altmeier, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und KKV-Mitglied, schreibt an den Vorstand des KKV Koblenz und widerspricht in dem Schreiben der Behauptung, der Koblenzer Verein habe seit 1933 geruht, denn trotz Schikanen und sonstigen Schwierigkeiten habe im Rahmen des Möglichen der Vereinsbetrieb während der nationalsozialistischen Zeit aufrechterhalten werden können.

1947 hat der Verband auch offiziell seine Arbeit wieder erfolgreich aufgenommen. Erster Vorsitzender nach dem Krieg wurde August Weber.

1949 fand bereits wieder ein KKV-Maskenball statt.

1957 richtete der Bundesverband in Koblenz einen Verbandstag aus, Ministerpräsident Peter Altmeier übernahm die Schirmherrschaft.

1965
Der 63. Verbandstag des KKV änderte den Verbandsnamen in “KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung”. Außerdem wurde von diesem Verbandstag beschlossen, künftig auch Frauen die Möglichkeit der Mitgliedschaft zu geben.

1967 befand sich der KKV-Koblenz in der Krise. Der Verein bestand nur noch aus 68 Mitgliedern. Es fanden nur noch drei Veranstaltungen statt. Die Wallfahrt nach Bornhofen, der Einkehrtrag an Karfreitag und das Titularfest am 8. Dezember.

März 1968 wurde Fridolin Schmitt zum Vorsitzenden des KKV Koblenz gewählt. Schmitt führte den KKV Koblenz aus der Krise und war dann 20 Jahre sein Vorsitzender.

1976 begann die Tradition der monatlichen Dämmerschoppen, die auch noch heute besteht.

1988 wurde Rudolf Weber Nachfolger von Fridolin Schmitt im Amt des Vorsitzenden. Er bekleidete dieses Amt 21 Jahre und wurde dann zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Rudolf Weber erhielt bereits 1994 vom KKV-Bundesverband die Dr.-Friedrich-Elz-Plakette für seine Leistungen im KKV Koblenz.

13. Jan. 2009
Bernd Staudigel wurde zum Vorsitzenden gewählt, er legte das Amt im November 2010 nieder.

Januar 2012
Oskar Haas wurde zum Vereinsvorsitzenden gewählt, er hatte die Vereinsführung als stellvertretender Vorsitzender bereits im November 2010 übernommen.

13. Juni 2015 feierte der KKV Koblenz sein 150jähriges Bestehen mit einem feierlichen Hochamt in der Basilika St. Kastor und einem anschließenden Empfang der Gäste und Mitglieder im Blumenhof.

30. Jan. 2018 wurde Michael Hörter in der Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als erste Amtshandlung nach den Wahlen dankte der neue Vorsitzende seinem Vorgänger Oskar Haas mit der Aushändigung der Dr.-Friedrich-Elz-Plakette für dessen Arbeit im KKV Koblenz.

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